26. Skat- & Rommémarathon Lermoos

Der 26. Skat- & Rommémarathon im Hotel Edelweiss ist beendet!

 

Nachbericht zum 26. Skat- & Rommémarathon in Lermoos 2018:

Lermoos und das Glück...


Ist Skat vielleicht ein Glücksspiel? Dieser Frage wollte ich in Lermoos auf den Grund gehen. "Skatmarathon" - 20 Serien. Da müsste das Glück eigentlich außen vor bleiben. Natürlich muss sich jeder Athlet auf so einen Marathon vorbereiten. Habe ich. Tägliche Spaziergänge mit dem Hund. Gesunde Ernährung. Viele Listen spielen im Vorfeld. Konzentrationsübungen - bestens präpariert reiste ich an.


Wie auf vielen großen Events war die Atmosphäre vor dem Start eher familiär. Freundliche Begrüßungen, lockerer Smalltalk. Hotel und Zimmer wie erwartet absolut zufriedenstellend.


Bevor der Startschuss fiel, habe ich noch eine größere Wanderung unternommen um den Kopf frei zu bekommen. Dann ging es los. Ich schwamm mit dem Hauptfeld, doch im zweiten Streckenabschnitt geriet ich ins Straucheln - fünf kaputte - dadurch verlor ich den Anschluss ans Hauptfeld, fand zwar meinen Rhythmus wieder, doch lief ich hinterher. Etappe vier fiel mir schwer, es lief nicht, erst in der fünften Etappe holte ich etwas auf. Doch dann die Etappen sechs, sieben und acht. Katastrophe. weit hinter dem Hauptfeld war die Spitzengruppe schon nicht mehr zu sehen. Neun und zehn liefen auch nicht super, doch dann habe ich die Flüssigkeitszuvor leicht übertrieben und der Körper machte schlapp. War das die Wende, es folgten zwei ganz gute Etappen, doch als die Wirkung nachließ, war der Zauber vorbei und die 13. Etappe war wieder schlecht. Dann kam die beste Phase, die zweite Luft, drei gute Etappen und ich hatte das Hauptfeld auf Sichtweite. Gute Vorbereitung für den Rest der Strecke, doch fiel ich gleich bei meinem ersten Angriff wieder zurück. Doch dann fand ich einen guten Rhythmus - zu spät - der mich noch einmal auf Sichtweite brachte. So schaffte ich noch den Zieleinlauf gut 300 Punkte hinter den Preisen. Fast hätte es zum ersten Drittel gereicht.


Heute bin ich sicher, dass beim Skat das Glück nach dem Mischen aufhört. Was jeder mit seiner Karte macht, wie er damit umgeht und wie ein Spiel vorgetragen wird, ist völlig individuell. Schon allein der Blick auf das Siegertreppchen zeigt, dass immer wieder die gleichen Akteure vorne dabei sind. Klar haben auch die mal ein schlechtes Turnier, aber unter dem Strich setzt sich Spielstärke und das richtige Abwägen der eigenen Karte durch. Bezeichnend führte mein erster Marathon durch die Berge am Rande der Zugspitze. Die Berg- und Talfahrten habe ich ausgeschöpft. Habe zudem gelernt mit einigen Spielsituationen anders umzugehen als zuvor. Im Verein beim "Auslaufen" hatte ich große Spielfreude und habe 18:6-Spiele gemacht. Das ist kein Glück. Zum Glück.


Danke an alle Mitspieler für die Geduld in den 20 Serien und den insgesamt sehr fairen Umgang. Klar gab es Spielsituationen, die erst verarbeitet werden mussten, doch insgesamt ist der Marathon, als Königsdisziplin für alle Läufer, schon empfehlenswert. Ich trainiere weiter und kann Lermoos allen Skatspielern wärmstens empfehlen!

Frank Düser

 

Die Ergebnisse des Turniers finden Sie hier:

 

Skat und Rommé Einzel

Skat und Rommé Tandem & Mixed

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